Hinweise auf keltisch-römische Zeit - Das Erlakogelmasiv

Kurzinformation

Ausgangspunkt: Ebensee/Rindbach; Brücke über Rindbach hinter Jugendherberge.

Parkmöglichkeit: Freizeitzentrum Rindbach (Parkticket beim Automaten lösen)

Gehzeiten:
Jugendherberge - Spitzlsteinalm (1100m): 1 1/2 Std.;
Spitzlsteinalm - Erlakogel (1575m): 1 1/2 Std.

Höhenunterschied: Rindbach - Erlakogel: 1145m

Anforderungen: Ausdauer; im Gipfelbereich ist Trittsicherheit erforderlich

Einkehrmöglichkeit: Gh. Riedler

 

Das Erlakogelmassiv

Das Gebiet um den Erlakogel ist nicht nur sagenumwoben - wer kennt sie nicht, die Sage um den Riesen Erla und die Nixe vom Laudachsee, seine befreundeten Zwerge aus der Rötelseehöhle und sein Werk, die „Schlafende Griechin“, die nach dem Profil seiner Frau geformt ist.

 

Die geografischen Namen geben nach einer interessanten Theorie Auskunft über die keltisch - römische Zeit: Etymologisch ist der Spitzlstein auf das Lateinische „specio“ („spähen“, „Ausschau halten“), die Kreuthwand auf das Indogermanische „hrata“ („Scheiterhaufen“) oder der Tennkogel auf das Keltische „teinen“ („Feuer brennen“) zurückzuführen. Die Funktion von „Spitz“- und „Kreuth“- Orten war Beobachtungs- und Signalort für Signalfeuerketten.

 

Bemerkenswert ist, dass vom Spitzlsteingebiet aus Sichtverbindung in Richtung Altmünster nach Pühret (Lat. „pyra“ - „Feuerstätte“), nach Süden zum Kreideck, einem Sporn des Wimmersberges, vom Kreideck zum Tennkogel und von dort zum Offensee (aus dem Lat. „offerende“ - „Opfer darbringen“) besteht. Der Offensee soll demnach der Ort eines keltischen Opferplatzes gewesen sein.

 

Wegverlauf

Der Anstieg beginnt in der Loiperngrube. Vorbei an einem Gletscherschliff, einem Zeugnis aus der letzten Eiszeit (die Erosion des Gletschers hat die raue Felsoberfläche geglättet.), windet sich der Weg auf die Südseite des Spitzlsteins am Fuß kleiner, überhängender Felsstufen.

In 1000 m Höhe überquert man eine Forststraße und gelangt auf die lang gestreckte, mit schottischen Hochlandrindern bestoßene Spitzlsteinalm. Die Almhütte bietet sich für eine Verschnaufpause an.

 

Oberhalb der Alm kreuzt man fünfmal die Forststraße zum Rötelstein (von den Ebenseern „Nas’n“ genannt). Durch dichten Fichtenwald führt der Steig zum SW-Kamm des Erlakogels hinauf, der einen schönen Ausblick auf das Tote Gebirge und den Dachstein gewährt. Von der Senke zwischen dem Erlakogel und der Talblaikenschneid erfolgt der kurze, felsige Gipfelanstieg zum 1987 von der Pfarrgemeinschaft Maria Puchheim errichteten Gipfelkreuz.

 

 

Erlakogel
Erlakogel
Erlakogel
Erlakogel
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