Eldorado für Höhlenkundler - Durchs Feuertal auf den Schönberg

Kurzinformation

Ausgangspunkt: Parkplatz „Schwarzenbach“

Gehzeit:

Parkplatz - Hochkogelhaus: 3 Std.;
Hochkogelhaus - Feuertal - Schönberg - Hochkogelhaus: 4 Std.

Höhenunterschied: Parkplatz „Schwarzenbach“ - Schönberg: 1561 m

 

Anforderungen: schwierige hochalpine Tour, die Schwindelfreiheit, Trittsicherheit und Kondition erfordert.

Einkehrmöglichkeit: Hochkogelhaus, Mittereckerstüberl

 


Durchs Feuertal auf den Schönberg 

 

Wer durch das Feuertal Richtung Schönberg (Wildenkogel) wandert, ahnt nicht, dass er sich in einem der höhlenreichsten Gebiete des Toten Gebirges befindet. Lediglich die Feuertal-Eishöhle, die auch für Bergsteiger zu erforschen ist, ist ein Indiz dafür.

 

Forscher stehen kurz davor, eine Verbindung zwischen dem Feuertalsystem und der Raucherkarhöhle zu entdecken, die zwischen dem Schönberg und der Ischlerhütte liegt und mit über 65 (!) km Länge bereits die zweit längste Höhle Österreichs ist. Durch die Verbindung beider Höhlen würde man der längsten Höhle Österreichs gegenüberstehen. Die Tropfsteinhöhle im Hangenden Kogel ist eine der schönsten im Toten Gebirge. Eine Besonderheit stellt ein Becken dar, das mit Kalzitkristallen ausgekleidet ist, die jedoch großteils von Mineraliensammlern geplündert wurden. Deshalb ist die Höhle heute abgesperrt, und sie steht unter Naturschutz.

 

 

Das Schönbergmassiv

Das Feuertal und den Schönberg zeichnet eine wunderschöne Alpenflora aus. In dieser subalpinen bis alpinen Vegetationsstufe bedingen zunehmende Kälte, Wind, hohe Niederschläge und eine starke Strahlung eine deutliche Veränderung der Flora. Wir befinden uns jenseits der Baumgrenze . Latschengebüsch beherrscht das westliche Tote Gebirge. Auffallend sind die leuchtenden Blütenfarben vieler Alpenpflanzen, die auf Pigmente zurückzuführen sind, deren Bildung durch ultraviolette Strahlung angeregt wird. Zur Alpenflora, die ins Auge sticht, gehören: Clusiusprimel, Stängelloser Enzian, Frühlingsenzian, Silberdistel, Alpenanemone und Alpenrose.

 

Wegverlauf

Die hochalpine Runde beginnt beim Hochkogelhaus auf dem Weg Nr. 211 Richtung Ischler Hütte. Zwischen dem Vorderen und Hinteren Rauhen Kogel zweigt links der Weg Nr. 230 durch das Feuertal ab, das im Norden vom Hangenden Kogel und im Süden von der mit mächtigen Schutthalden bedeckten steilen Nordflanke des Schönbergs begrenzt wird.

Beim Ahnenschacht, einer großen Höhle, zweigt der Steig rechts zum Schönberg-Ostgrat (Weg Nr. 228) ab. Die Überquerung dieses Grates, der direkt zum Gipfel (2093 m) führt und seilversichert ist, erfordert Schwindelfreiheit und Trittsicherheit.

Der großartige Panoramablick auf die Alpengebirgswelt entschädigt die Strapazen des im Gratbereich hochalpinen Anstiegs. Der Abstieg zum Hochkogelhaus erfolgt über den einfach zu bewältigenden Westgrat (Weg Nr. 227). Durch dichte Latschenbestände schlängelt sich der Steig zu einer Weggabelung, sich rechts haltend, gelangt man auf den Weg Nr. 211 zurück zum Hochkogelhaus.

Wer sich den Steig über den Ostgrat nicht zutraut, wählt am besten sowohl für Anstieg als auch für den Abstieg den Weg über den Westgrat. Bei dieser Variante entgeht einem jedoch der vor allem im Sommer wegen seiner Blumenpracht unvergessliche Weg durch das Feuertal.

Blick vom Hochkogelhaus
Eishöhle
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