Erinnerung an die Sommerfrische in Rindbach - Jubiläumsweg

Kurzinformation über den Jubiläumsweg

 

Ausgangspunkt: Kreuzung Rindbachstraße - Alte Traunstraße

Gehzeit: 1 1/4 Std.

Anforderungen: leicht begehbarer, schattiger Spazierweg

Einkehrmöglichkeit: Gh. Riedler

 

 

Wegverlauf


Im Kreuzungsbereich Rindbachstraße - Alte Traunstraße zweigt ein schmaler Weg ab, der Schöffauweg. Er führt über Wiesen durch eine Streusiedlung bis zur Mendelssohnstraße. Auf dieser Straße gelangt man über einen kurzen Anstieg, vorbei am „Fichteneck“, zu einer Forststraße, die rechts abzweigt. Wiederum rechts biegt ein Waldweg ab, der leicht ansteigend verläuft.

 

Entlang des Jubiläumsweges aufgestellte Bänke laden zum Verweilen ein. Über Brückerl weist der Weg zu einem Aussichtspunkt, von dem aus Ebensee und der Traunsee vor dem Betrachter liegen. Über einige Kehren wird der Talboden erreicht.

Die Alte Traun wird überquert, und auf der Alten Traunstraße marschiert man 20 Min. zum Ausgangspunkt des Jubiläumsweges zurück.

 

 

Geschichte

 

Der Ortsteil Rindbach war an der Wende zum 20. Jh. das Zentrum der Sommerfrische in Ebensee. Die Sommerresidenz der Monarchie war wohl Bad Ischl, doch auch Rindbach war während der Sommermonate ein beliebtes Refugium bekannter Künstler und finanzkräftiger Bankiers und Ärzte.

Am bekanntesten waren die Bankiers Mendelssohn, eine der wohlhabendsten Familien von Berlin, nach der die Straße benannt ist, auf der ein Abschnitt des beschriebenen Weges führt. Sie ließen 1906 das vier Hektar große Anwesen „Fichteneck“ errichten. Die Villa wurde zwar schon vor einiger Zeit abgerissen, die Steinmauer, die das Gut begrenzt, ist jedoch noch erhalten.

 

Gegenüber vom „Fichteneck“ liegt die „Dreiecksvilla“, 1924 im Schweizer Stil erbaut, die einer der Töchter der Mendelssohns gehörte. Die Familie war in der Rindbacher Bevölkerung sehr beliebt, traten sie doch als großzügige Gönner von Vereinen und bedürftigen Kindern auf.

 

Die Villa Kögerl, die auf einem Felsen am Ufer des Rindbaches liegt, und vom Jubiläumsweg aus nicht zu sehen ist, ist ein weiterer typischer Sommerfrische-Bau.

 

Der Verein „B-Tracht Ebensee“ veröffentlichte 1991 den Band „Auf Sommerfrische in Ebensee. Besuche im Ebensee der Jahrhundertwende“, aus dem diese Informationen entnommen sind. Darin wird aus einem alten Reiseführer zitiert. Über Ebensee und speziell über Rindbach heißt es: „Das Landschaftsbild, welches durch die Berge des Traunsees eine herrliche Staffage erhält, ist ungemein schön (...) Den Sommergästen stehen zahlreiche (...) Privatwohnungen und einzelne Zimmer in Gasthöfen zur Verfügung.“

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