„Auf den Spuren der Partisanen“ - Rieder Hütte – Großer Höllkogel

Kurzinformation

Ausgangspunkt: Bergstation der Feuerkogelseilbahn 

Gehzeit: 

Bergstation - Rieder Hütte: 2 Std.; 
Rieder Hütte - Gr. Höllkogel: 1/2 Std. 

Varianten

Gr. Höllkogel - Spitzalm - Miesenbachmühle: 3 1/2 Std.; 
Rieder Hütte - Eiblgupf - retour: 1 1/4 Std.;
Rieder Hütte - Hochleckenhaus - Taferlklause: 7 Std. 

Höhenunterschied: Bergstation - Gr. Höllkogel: 270 m 

Anforderungen: Bergtour, die Trittsicherheit und Kondition erfordert 

Einkehrmöglichkeit: Rieder Hütte (Öffnungszeiten: Winter: von Jänner bis Ostern durchgehend geöffnet; Sommer: Mitte Mai bis Ende Oktober durchgehend geöffnet; Nächtigungsmöglichkeit; Auskunft bei Berggstation); 5 Berggasthöfe

 

„Auf den Spuren der Partisanen“ - Rieder Hütte – Großer Höllkogel


Hat der klassische Bergsteiger den Großen Höllkogel (1862 m), den höchsten Punkt des Höllengebirges erreicht, so genießt er das Panorama, das vom Mühlviertel über den Traunstein, das Tote Gebirge, den Dachstein bis zu den Niederen und Hohen Tauern reicht. Vor sich sieht er das Karstplateau des Höllengebirges mit seinen typischen latschenbedeckten Kuppen.

Zeitgeschichtliche Wanderungen“, erschienen 1996 in der „Edition Geschichte der Heimat“ in Grünbach (OÖ), dass am 8. April 1945 vier im Dienste der Engländer stehende Österreicher, unter ihnen auch der Ausseer Albrecht Gaiswinkler, in der Nähe der Rieder Hütte mit dem Fallschirm abgesprungen sind. Sie sollten eigentlich nach Bad Aussee fliegen, um den dort weilenden NS-Propagandaminister Goebbels festzunehmen. Da während des Fluges Schlechtwetter geherrscht hatte, verlor der Pilot die Orientierung und setzte die vier über dem Höllengebirge ab. Die vier Widerstandskämpfer versteckten sich 2 Tage lang in der Riederhütte. Anschließend stiegen sie ins Tal nach Ebensee ab und fuhren mit dem Zug nach Bad Aussee. Ihren Auftrag, Goebbels zu verhaften, konnten sie nicht mehr erledigen, weil dieser bereits abgereist war.

 

Wegverlauf

 

Die Tour beginnt bei der Bergstation der Feuerkogelseilbahn. Vorbei an Berggasthöfen, die Ostflanke des Heumahdgupfes querend, gelangt man auf dem Weg Nr. 820 ins Hintere Edltal, wo man noch deutlich die Lifttrasse und latschenfreie Skipiste des abgetragenen Hochschneidliftes sieht. In Serpentinen wird ein kurzer Gegenanstieg bewältigt. Nachdem man eine ungefährliche, seilgesicherte Engstelle passiert hat, führt der Weg durch typische Dolinengassen weiter zu einer Gabelung. Sich rechts haltend, erreicht der Bergsteiger die in einer Mulde liegende Rieder Hütte (1765 m). Von der Schutzhütte ist man in einer halben Stunde auf dem Großen Höllkogel. Der Rückweg führt durch die Höllkogelgrube (Weg Nr. 833) auf der beschriebenen Route zum Feuerkogel.

Die Rieder Hütte ist Ausgangspunkt für weitere interessante Touren: Die klassische Überquerung des Höllengebirges führt durch den Pfaffengraben zum Hochleckenhaus (Weg Nr. 820) mit dem Abstieg zur Taferlklause. Auf dem Weg Nr. 834 gelangt man auf den Eiblgupf (1813 m), der einen eindrucksvollen Tiefblick ins Langbathseegebiet gewährt. Als Abstiegsroute nach Ebensee bietet sich der Weg Nr. 830 über die Spitzalm zur Miesenbachmühle (Langwies) an.

Weg zur Riederhütte am Feuerkogel
Weg zur Riederhütte
Die Riederhütte
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